Ökumenischer Kreuzweg der Jugend 2018 in Ochsenhausen unter dem Motto #beimir

 

Der Ökumenische Kreuzweg der Jugend in Ochsenhausen ist mittlerweile zu einer liebgewonnenen Tradition geworden. So fanden auch dieses Jahr am Karfreitagmorgen an die 100 jugendliche und junggebliebene Christen zusammen, um Jesus auf seinem Weg mit dem Kreuz zu begleiten. Das diesjährige Motto lautete #beimir. Das mit Hashtag versehene Schlagwort hebt die österliche Botschaft hervor: Jesus geht seinen Weg bis heute, mitten unter uns und mit uns zusammen: #beimir. Auf dem Weg durch die Stadt wurden an verschiedenen Orten aktuelle Lebenssituationen nachgespielt, die inhaltlich die Kreuzwegstationen spiegelten. Spray- und Malaktionen rundeten die Aktionen an jeder Station ab, so dass der Jugendkreuzweg im Wortsinn in der Stadt eine Spur hinterließ.

 

Am Treffpunkt im Foyer des katholischen Gemeindehauses 

fanden sich neben den diesjährigen Konfirmanden der evangelischen und Firmanden der katholischen Kirchengemeinde auch zahlreiche Erwachsene und Kinder als Teilnehmer ein, um den ökumenischen Kreuzweg der Jugend 2018 mitzugehen.

Nach der Begrüßung durch Pastoralreferent Bisch und einer Einführung durch das Jugendgottesdienstteam der katholischen Kirchengemeinde machte sich die Gesellschaft auf den Weg zu ersten Station. Das im letzten Jahr unter dem Motto „Jesus-Art“ entstandene Holzkreuz war dieses Jahr der symbolische Begleiter.

 

Auf dem Parkplatz der Grundschule wurde der Kreuzweg dann liturgisch eröffnet und die Passionsgeschichte aus dem Matthäusevangelium verlesen.

 

Der Kreuzweg führte die Teilnehmer über sieben Stationen zum 

evangelischen Gemeindezentrum. Jeder ausgewählte Ort stellte einen inhaltlichen Bezug sowohl zu den dort gespielten oder verlesenen Geschichten als auch zu den Leidensstationen Jesu her. Die Stationen wurden von Vertretern des Jugendgottesdienstteams der katholischen Kirchengemeinde und einigen Konfirmanden der evangelischen Kirchengemeinde gestaltet. An jeder Station sangen die Kreuzwegteilnehmer unter professioneller musikalischer Begleitung „Kreuz auf das ich schaue“ und es wurden mittels Kreidesprays und Malkreide ein Bild Jesu auf Wände und Böden gesprayt und ein zum Stationsinhalt passender Stichwort mit Hashtag geschrieben.

 

An der ersten Station, dem Ochsenhauser ZOB, wurde das Thema Fremdenfeindlichkeit und Vorverurteilung angesprochen, das „Kopfkino“, das sich in jedem von uns hin und wieder abspielt, und zur ungerechtfertigten Verurteilung von Mitmenschen führen kann. In den Schulhöfen des Gymnasiums und der Realschule wurden die Teilnehmer mit Aspekten des Verspottet- und Ausgestoßenseins und des „Cybermobbings“ konfrontiert. Vor dem Steakhouse wurde eine Bettlerszene gespielt und dabei spürbar gemacht, welche Zweifel in dem Helfer aufkommen können, ob mit seiner Spende vom Bittsteller sinnvoll umgegangenen werden wird. Der Rathausplatz stellte die Szenerie für die Thematik Heimat und Ausgrenzung und der Platz unter dem Holzkreuz vor dem evangelischen Gemeindezentrum für Tod und Sterben.

Die letzte Station und der Abschluss des Kreuzwegs wurde im evangelischen Gemeindezentrum abgehalten. Das zuvor entstandene Bild Jesu wurde dort vom Kreuz genommen und an eine Stellwand ins Zentrum eines aufgedruckten Hashtags gehängt. Nach dem abschließenden Segen konnte nun jeder Teilnehmer von der Stellwand einen kleinen Zettel abnehmen, auf dem für jeden eine Frage oder ein Impuls für das Sinnieren und Nachdenken auf dem Nachhauseweg aufgedruckt war. Nach und nach wurde so ein Hintergrundbild sichtbar, das eine Menschenmenge zeigte und damit verdeutlichte: Jesus ist durch seinen Tod am Kreuz ins Zentrum der Gemeinde gerückt, er ist mitten unter uns und präsent in unserem Leben, unserer Stadt.

In ökumenischer Eintracht und mit persönlichen Gesprächen endete der ökumenischen Kreuzweg der Jugend 2018 im Kirchenvorraum bei Kaffee, Saft und Kuchen.

(Text: Dr. H. Nar, Bilder: U. Sesselmann))