Biberacher Pfarrer bei der Bundeswehr in Laupheim

Pfarrerinnen und Pfarrer des Evangelischen Kirchenbezirks Biberach informierten sich beim Transporthubschrauberregiment 25 in Laupheim

Pressemitteilung des Evangelischen Kirchenbezirks Biberach, Dekan Hellger Koepff in Abstimmung mit Oberstleutnant Klaus-Michael Manderscheid, Laupheim.


„Über die Einsätze in Afghanistan lesen wir in der Presse, was aber bedeuten sie für die Soldaten und ihre Familien?“, darüber informierten sich die Pfarrerinnen und Pfarrer des Evangelischen Kirchenbezirks Biberach beim Transporthubschrauberregiment 25 in Laupheim.

Die Zeiten der Abwesenheit und die mit den Einsätzen verbundene Sorge um das Leben der Partner, Väter und Mütter belasten die Familien. Die Kinder bringen diese Belastung in den Kindergarten oder die Schule mit, die Partner finden selten einen Ort und wenig Anteilnahme um darüber zu sprechen, erfuhren die Seelsorger aus den Kirchengemeinden. In Bad Saulgau, einer Gemeinde des Kirchenbezirks, wurde der frühere Konfirmand Sergej Motz, der in Afghanistan gefallen war, im Mai 2009 beerdigt. 

„Sie übernehmen mit Ihrer Person viel von dem, was in unserem Staat von den gewählten Vertretern politisch entschieden wurde, aber Sie finden als Personen nicht den Rückhalt der Gesellschaft, die Sie schickt. Wir müssen unterscheiden zwischen der politischen Bewertung des Einsatzes und der Solidarität mit denen, die ihn tragen.“, fasste Dekan Hellger Koepff seine Eindrücke zusammen. Oberstleutnant Klaus-Michael Manderscheid, der für die Pfarrer auch die Besichtigung eines Transporthubschraubers ermöglichte, betonte wie wichtig für die Soldaten der Rückhalt gerade auch der Kirchen sei und betonte die Bedeutung der Militärseelsorge: „Sie können die Einzelnen stärken aber auch Fürsprecher für die Soldaten und ihre Familien sein“.

Den politischen Hintergrund und die geostrategischen Zusammenhänge der Afghanistanpolitik stellte aus seiner Sicht der Journalist Christof Hörstel aus Berlin dar.