Diskussion über den Bildungsplan 2015

Ausrichtung und Inhalte schulischer Bildung brauchen einen breiten gesellschaftlichen Konsens“

Oberkirchenrat Werner Baur zur Diskussion um den Bildungsplan 2015

Mit ihrer Erklärung zum Bildungsplan 2015 haben die Schulexperten der vier baden-württembergischen Kirchen ein breites mediales Echo hervorgerufen und eine intensive Auseinandersetzung auf allen Ebenen angestoßen. Dabei geht es im Wesentlichen um einige immer wiederkehrende Fragen. Im Gespräch mit Andreas Koch gibt Oberkirchenrat Werner Baur, der landeskirchliche Bildungsdezernent, Antworten darauf.

Oberkirchenrat Werner Baur, landeskirchlicher Bildungsdezernent [Foto: EMH/Gottfried Stoppel].


elk-wue.de: Herr Oberkirchenrat Baur, in der Öffentlichkeit ist der Eindruck entstanden, als ob die baden-württembergischen Kirchen das Thema Homosexualität aus dem Unterricht fernhalten wollten.


Werner Baur: Das stimmt so nicht. Im Gegenteil: Wir unterstützen mit Nachdruck alle Bemühungen in Erziehung und Bildung, welche die Haltung des uneingeschränkten Respekts, der Achtung und der Wertschätzung gegenüber dem Mitmenschen vermitteln. Das gilt auch für das weite Feld der Sexualität und dem Teilaspekt Homosexualität, die unserer Meinung nach beide auch in den allgemeinbildenden Schulen diskutiert werden sollten. Ganz abgesehen davon spielt das Thema Homosexualität bereits heute im Religionsunterricht eine selbstverständliche Rolle.

elk-wue.de: Was genau kritisieren die Kirchen dann an dem Entwurf für einen Bildungsplan?


Baur: Für fragwürdig halten wir vor allem, unter welchen Gesichtspunkten Inhalte zu Leitprinzipien erhoben werden. Bei den aktuell genannten Auflistungen ist beispielsweise die Friedens- und Demokratieerziehung nicht genannt. Ebenso wenig wird die ästhetisch-kulturelle Bildung in ihrer grundlegenden Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung hervorgehoben. Vor diesem Hintergrund bekommt das Thema Sexualität in ihren unterschiedlichen Ausprägungen in unseren Augen ein zu großes Gewicht. Außerdem ergibt die Addition einzelner Themen noch kein schlüssiges Ganzes. Und: Kontrovers diskutierte Theorieansätze wie die Gendertheorie können unserer Meinung nach nicht grundlegend für Leitprinzipien sein. Sehr wohl aber hat die Diskussion darüber ihren Platz in der Schule. Gute Bildung lebt vom Diskurs.

elk-wue.de: Den Diskurs fordern die Kirchen auch im Blick auf den Bildungsplan.


Baur: Genau darum geht es. Nicht nur Fragen der Schulstruktur, sondern gerade auch die Ausrichtung und die Inhalte schulischer Bildung brauchen einen breiten Konsens in der Gesellschaft. Ohne eingehende Diskussion aber lässt sich eine solche Konsensbildung nicht erreichen. Deshalb fordern wir die Verantwortlichen dazu auf, diesen Diskurs sachlich, fundiert, offen und mit der nötigen Zeit zu führen.

elk-wue.de: In Reaktionen auf die kirchliche Erklärung zum Bildungsplan wird den Kirchen vorgeworfen, sie würden Homosexuelle diskriminieren. Stimmt dieser Vorwurf?


Baur: Nein! Gerade für die evangelische Kirche ist die Pluralität der in ihr vertretenen Meinungen gewissermaßen ein Markenzeichen. Dazu gehört auch die Tatsache, dass es bei uns keine einheitliche Auffassung darüber gibt, was in Sachen Sexualität „richtig“ und was „falsch“ ist. Das mag man bedauern, es ist aber so. Woran bei uns aber niemand auch nur den geringsten Zweifel lassen darf, ist an der Gleichwertigkeit und der Würde eines jeden Menschen. Und das schließt Diskriminierung per se aus. Deshalb ist für uns in der aktuellen Diskussion um den Bildungsplan ganz klar eine Grenze überschritten, wenn hinüber wie herüber Menschen mit ihren Überzeugungen und ihren ureigenen auch sexuellen Lebensentwürfen diskriminiert oder gar diffamiert werden. Dazu sagen wir als Kirchen nicht nur in Baden-Württemberg ein klares „Nicht mit uns!“.

elk-wue.de: Wie stellen sich die baden-württembergischen Kirchen vor dem Hintergrund des gerade Gesagten zu der Petition „Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“?


Baur: Pluralität ist nicht nur ein Markenzeichen gerade der evangelischen Kirche, sondern auch unserer Gesellschaft insgesamt. Von daher ist es jedem unbenommen, seine Meinung zu äußern und auf die ihm geeignet erscheinende Art Einfluss zu nehmen. Wir machen das auf dem Weg des Gesprächs und nicht auf dem Weg einer Petition. Von daher sind wir weder Befürworter noch Gegner der erwähnten Petition und auch nicht der entsprechenden Gegenpetition. Vielmehr heißt unsere  Devise auch hier „Diskurs“ mit dem Ziel eines gesamtgesellschaftlichen Konsenses, der nicht zuletzt von den unterschiedlichen Gruppierungen in der Kirche mitgetragen werden kann.

elk-wue.de: Herr Oberkirchenrat Baur, vielen Dank für das Gespräch!

Evangelisches Bildungswerk Oberschwaben und Bildungswerk Ochsenhausen

"Die neuen Programmleporellos des Evang. Bildungswerkes Oberschwaben sind da!!!"

Sie finden Sie auf dem Schriftentisch im Gemeindezentrum

 

Dort liegen auch die Programmhefte des Bildungswerks Ochsenhausen aus.

Unser Bildungsauftrag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seminar- und Bildungsangebote bieten wir in loser Folge in den Räumen des Gemeindezentrums an. Aktuelle Termine entnehmen Sie dazu bitte der Überischt "Termine der Woche" bzw "Aktuelles"

 

Mit dem Evangelischen Bildungswerk Oberschwaben (www.ebo-rv.de), dem Bezirksarbeitskreis der Fauen (BAF unter :  www.frauen-efw.de/bezirksarbeitskreise-frauen-baf/biberach.html  ) und der Bildungswerk Ochsenhausen bestehen enge Kooperationsmöglichkeiten. Das Evangelische Bildungswerk Oberschwaben fördert und koordiniert die Bildungsarbeit mit Erwachsenen in den Kirchengemeinden und Einrichtungen der Evangelischen Kirchenbezirke Biberach und Ravensburg.

 

Die evangelische Kirchengemeinde ist darüberhinaus Mitlied im Trägerverein des Bildungswerks Ochsenhausen (Weitere Hinweise unter www.bildungswerk-ochsenhausen.de)

 

Religionsunterricht:

 

Auf dem Gebiet unserer Kirchengemeinde wird Religionsunterricht im Rahmen der jeweiligen Lehrpläne abgehalten

 

  • in den Grundschulen in Ochsenhausen, Maselheim, Mittelbuch und Ringschnait
  • in der Grund- und Hauptschule Reinstetten
  • in der Josef-Gabler-Haupt- und Werkrealschule Ochsenhausen
  • in der Realschule Ochsenhausen
  • am Gymnasium Ochsenhausen unterrichtet Pfarrer Jörg Schwarz jeweils am Dienstag und Donnerstag vormittags die Klassen 11 - 13 (Oberstufe).

Konfirmandenunterricht:

 

Der Konfirmandenunterricht erfolgt einjährig entsprechend der Richtlinien unserer Landeskirche.

 

Aufgrund unseres relativ weiträumigen Einzugsgebietes ist dessen Organisation nicht gerade einfach, da einerseits die Fahrpläne der entsprechenden Buslinien teilweise sehr enge Zeitfenster haben und zum anderen den unterschiedlichen Stundenplänen der einzelnen Schulen Rechnung getragen werden muss.

 

Im Rahmen ihres Unterrichts können die Konfirmandinnen und Konfirmanden zum Beispiel  Praktika aus der Gemeindearbeit wählen, besuchen zum Thema Generationenarbeit das Altenzentrum Goldbach in Ochsenhausen und bekommen zur Problematik der Gewaltprävention Kontakt zum Polizeiposten Ochsenhausen.

 

Während ihres Unterrichtes beteiligen sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden auch an den Gottesdiensten.

 

Jährlich am Reformationsfest werden sie der Kirchengemeinde im Rahmen des Gottesdienstes vorgestellt und erhalten durch die Kirchengemeinderäte ihre Konfirmandenbibel.

 

Schliesslich findet alljährlich ein Konfirmandenausflug und ein Nachtreffen statt.

 

Für die Eltern werden Konfimandenelternabende abgehalten, währed derer neben organisatorischen Fragen auch schwerpunktmässig die Themem Taufe und Abendmahl behandelt werden.

 

Die Konfirmationsgottesdienste finden traditionell jährlich an den Sonntagen Lätare und Judica statt.

 

Jeden ersten Sonntag im Monat führt Pfarrer Jörg Schwarz mit seinem Team einen Kindergottesdienst durch und sorght damit für eine Vermittlung christlicher Wertbegriffe an unsere jüngsten Gemeindeglieder.

 

Erwachsenenbildung:

 

Unser "Frauenkreis" befasst sich mit eigenen Themen und organisiert Ausflüge etc.

 

Unter dem Namen "Ochsenhausener Frauenfrühstück" existiert eine sehr rührige, ökumenisch zusammengestzte Gemeinschaft mit eigener Leitungsgruppe.

 

Derzeit sind  Mutter-Kind-Gruppen und Krabbelgruppen aktiv, wobei es in diesem Bereich teilweise Kontakte zur Familienbildungsstätte Biberach gibt. Der BAF übernimmt die religiöse Begleitung der Mutter-Kind-Gruppen.

 

Zu bestimmten Anlässen werden Vorträge (z.B. im Rahmen der ökumenischen Bibelwoche, Militärseelsorge, Kindermission, Brot für die Welt oder zu sonstigen, aktuellen Tagesthemen) abgehalten, die dann auf unserer Seite "Empfehlenswerte Veranstaltungen" im einzelnen auch veröffentlicht werden.

 

In Kooperation mit der Altpietistischen Gesellschaft finden regelmäßig Bibelstunden im Gemeindezentrum statt.

 

Die Schulung junger Mitarbeiter ist uns ebenfalls ein notwendiges Anliegen.

 

Zu den jeweiligen Kinderbibelwochen werden ebenfalls Vorbereitungsabende veranstaltet.

 

Gelegentlich laden wir namhafte Künstler - hauptsächlich aus dem musikalischen Bereich - zu Konzerten in unsere Gemeindezentrum ein.

 

In diesem Zusammenhang haben wir inzwischen auch mit der ortsdansässigen "Landesakademie für die musizierende Jugend" Kontakt aufgenommen, um bei passende Gelegenheit auch einmal mit Musikern aus diesem Bereich Raum für öffentliche Konzerte bieten zu können.

 

Ebenso sind wir zur Zeit auch mit unserer hiesigen Jugendmusikschule in Verbindung mit dem Ziel, jungen Musikern Gelegenheit zu musikalischen Beiträgen im Rahmen unserer Gottesdienste zu ermöglichen.

 

Seit einem Jahr hat sich unter unserem Dach der Gospelchor "Circle Of Joy" etabliert, der gelegentlich unsere Gottesdienste bereichert und sich darauf freuen würde, zu vielerlei Gelegenheiten auch von Ihnen engagiert zu werden.

 

Wenn Sie einmal über den berühmten "Tellerrand" hinausblicken möchten, empfehlen wir Ihnen einen Klick auf das Bildungsportal unserer Landekirche!