Aktion A4 ins  Leben gerufen – an die Bedürftigen denken

Der Gemeinderat der Stadt Ochsenhausen spendet Sitzungsgelder

 

Wie kann still und unkonventionell Menschen geholfen werden, die durch das Raster der etablierten Hilfsangebote fallen ? Diese Frage stellen sich die Menschen, denen bewusst ist, dass es abseits der großen Spendenangebote Menschen gibt, die nur in unzureichender Weise davon profitieren.

In und um Ochsenhausen gibt es eine nennenswerte Anzahl Menschen, die unter Einschränkungen leben müssen: sei es, daß sie im Alter unter Armut leiden und unter Umständen ihre Heizkosten nicht mehr aufbringen können, sei es daß sie als Alleinerziehende gerade über den  Mindestsatz kommen und auch kommen wollen, der sie von Sozialleistungen unabhängig macht, aber keine weiteren Spielräume lässt gerade wenn es z.B. um wichtige Anschaffungen für die Kinder geht, oder sei es, daß sie sich von den etablierten Hilfs - Angeboten ausgeschlossen fühlen oder nicht als Adressaten erkannt werden. Alle diese Probleme erlangen im Advent natürlich und in den Wochen vor Weihnachten eine besondere Brisanz.

Die Kaktusgruppe der evangelischen Kirchengemeinde hat dies schon vor Jahren erkannt und zusammen mit Pfarrer Jörg Martin Schwarz in unterschiedlichster Weise Hilfe angeboten, dabei wurde auch nicht nach evangelisch oder katholisch unterschieden, da auch die Kaktusgruppe für alle Menschen offen ist und dabei unter dem Dach der evangelischen Kirchengemeinde Obdach mit ihrem Angebot  Suchtberatung auch für Angehörige gefunden hat.

Neu hinzugekommen ist nun ein kleiner Spendentopf angeregt durch Renate Schlegel von der Gabler – Apotheke in Ochsenhausen, die dem Gemeinderat der Stadt Ochsenhausen vorschlug, diese Aktion A4 in diesem Jahr zu unterstützen. Spontan und einstimmig erklärten sich die Mitglieder des Gemeinderats bereit, ihre sogenannten Sitzungsgelder des vergangenen Jahres an dieser Stelle zur Verfügung zu stellen und auf diese Weise Solidarität und Gemeinsinn in und um Ochsenhausen zu stärken.

Die evangelische Kirchengemeinde, namentlich Pfarrer Jörg Martin Schwarz danken für diese großzügige und beispielhafte Unterstützung, zeigt sie doch umso mehr auch das gute und konstruktive Verhältnis von städtischer und kirchlicher Gemeinde.