Kreuzweg für Kinder

IM Kreuz-Feld

nach Hermann Schulze-Berndt

Kreuzweg-Andacht mit Kindern (am Karfreitag)

 

Der Kreuzweg ist konzipiert für den Karfreitag. Die Liturgie dieses Tages überfordert Kinder, ein für sie gestalteter Kreuzweg lässt auch sie die Passion mitfeiern. Wir haben die Stationen auf sieben reduziert und einzelnen Personen zugewiesen; zur Förderung der Aufmerksamkeit („Andacht“!) haben wir ein liturgisches Spiel vorbereitet.

 

<h1 style="page-break-after:auto">Idee</h1>

Vorbereitung: Sieben nummerierte Felder sind in Form eines Kreuzes ausgelegt: fünf längs, drei quer; Feld 2 Schnittpunkt. Jedes Feld ist einer Person gewidmet. Sieben auf der Rückseite nummerierte Infokarten (die auf den Feldern liegen oder vom Leiter wie Spielkarten verdeckt gehalten werden) nennen Name und zentrale Angaben, z.B. den Bibeltext, das charakterisierende Symbol.

Der Ablauf kann festgelegt sein (z.B. die Felder der Reihe nach durchgehen) oder – abhängig von der Zahl der mitfeiernden Kinder – spielerisch ermittelt werden: Ein Kind wirft einen Würfel/Stoffball auf eines der Felder; die so gewählte Person ist (als nächste) dran. Oder ein Kind zieht eine Karte aus dem Spiel in der Hand des Leiters und bestimmt so die Reihenfolge. – Auf die gewählte Station wird das betreffende Symbol gelegt, dann der Bibeltext verlesen; evtl. folgt ein katechetisches Gespräch über die mutmaßlichen Gefühle und Gedanken der jeweiligen Person. Je nach verfügbarer Zeit können Kinder angeregt werden, in die Rolle der Person zu schlüpfen und etwas für sie Typisches darzustellen. Die Station schließt mit dem Gebet.

 

<h1 style="page-break-after:auto">Eröffnung</h1>

Jesus, heute denkt die Kirche auf der ganzen Erde an dein Sterben. Auch wir Kinder wollen versuchen, heute bei dir zu sein. Wir wissen viel Schönes aus deinem Leben. Aber wir sehen auch das Schreckliche: dass du gehasst wurdest, ungerecht verurteilt und grausam hingerichtet.

Die Bibel erzählt von Menschen, die damals dabei waren, die zumindest ein Stück deines Weges mitgegangen sind. Auf sie wollen wir jetzt schauen und von ihnen hören, wie sie deine letzten Stunden erlebt haben. Sie sollen uns begreifen helfen, dass du bis zuletzt geliebt und auf Gott vertraut hast. Sei bei uns – jetzt und allezeit. Amen.

 

<h1 style="page-break-after:auto">Lied</h1>

Im Dunkel unsrer Ängste

T: Diethard Zils OP, M: Jo Akepsimas

 

 

<h1 style="page-break-after:auto">1: Jesus von Nazaret</h1>

 

<h1 style="page-break-after:auto">Symbol</h1>

Dornenkrone

 

<h1 style="page-break-after:auto">Bibeltext</h1>

Dann führten sie Jesus hinaus, um ihn zu kreuzigen. Und sie brachten ihn an einen Ort namens Golgota, das heißt übersetzt: Schädelhöhe. Dann kreuzigten sie ihn. Die Leute, die vorbeikamen, verhöhnten ihn, schüttelten den Kopf und riefen: „Ach, du willst den Tempel niederreißen und in drei Tagen wieder aufbauen? Hilf dir doch selbst, und steig herab vom Kreuz!“

Als die sechste Stunde kam, brach über das ganze Land eine Finsternis herein. Sie dauerte bis zur neunten Stunde. Da rief Jesus mit lauter Stimme: „Eloï, Eloï, lema sabachtani?“ Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Einer lief hin, tauchte einen Schwamm in Essig, steckte ihn auf einen Stock und gab Jesus zu trinken. Dabei sagte er: „Lasst uns doch sehen, ob Elija kommt und ihn herabnimmt.“ Jesus aber schrie laut auf. Dann hauchte er den Geist aus.

Aus Mk 15,20b-37

 

<h1 style="page-break-after:auto">Meditation</h1>

Jesus trägt eine Dornenkrone. Und er schleppt sein Kreuz. Beides tut weh. Doch er wehrt sich nicht. Er geht seinen Weg bis zum bitteren Ende. Man schlägt ihn ans Kreuz. Dort stirbt er ganz langsam, er erstickt.

Ein paar besonders Schadenfrohe verhöhnen ihn. Mitleid ist für sie ein Fremdwort. Jesus aber betet den Anfang eines Psalms. Nichts reißt ihn aus der Verbindung mit seinem Vater. Denn er glaubt: Mein Tod wird nicht das endgültige Ende sein. Was aber kommt, das weiß nur Gott, das kann nur er bewerkstelligen.

 

<h1 style="page-break-after:auto">Gebet</h1>

Du trägst das Kreuz,

du trägst so schwer.

Du trägst für uns,

wir danken, Herr. Amen.

 

 

<h1 style="page-break-after:auto">2: Maria Magdalena</h1>

 

<h1 style="page-break-after:auto">Symbol</h1>

Kopftuch

 

<h1 style="page-break-after:auto">Bibeltext</h1>

Auch einige Frauen sahen (der Kreuzigung und dem Sterben Jesu) von Weitem zu, darunter Maria aus Magdala; sie waren Jesus schon in Galiläa nachgefolgt und hatten ihm gedient. Noch viele andere Frauen waren dabei, die mit ihm nach Jerusalem hinaufgezogen waren.

aus Mk 15,40-41

 

<h1 style="page-break-after:auto">Meditation</h1>

Maria Magdalena ist mit Jesus besonders befreundet. Sie ist sehr mutig. Stumm vor Entsetzen muss sie mit ansehen, wie der, der sie geheilt und bekehrt hat, hingerichtet wird. Haltlos weint sie in ihr Kopftuch. Aber sie bleibt da, nahe dem Kreuz, bis zuletzt.

 

<h1 style="page-break-after:auto">Gebet</h1>

Deine Freunde packt der Schreck. Sie laufen weg.

Maria Magdalena verlässt dich nie.

Nimm uns die Angst. Mach uns mutig wie sie. Amen.

 

 

<h1 style="page-break-after:auto">3: Maria, die Mutter Jesu</h1>

 

<h1 style="page-break-after:auto">Symbol</h1>

Schwarzes Blatt Papier

 

<h1 style="page-break-after:auto">Bibeltext</h1>

Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala.

Joh 19,25

 

<h1 style="page-break-after:auto">Meditation</h1>

Was kann es Schlimmeres geben, als wenn eine Mutter erlebt, wie ihr Kind stirbt! Wie ihr Sohn ermordet wird!

Schon oft musste Maria mit und wegen Jesus durch das Dunkel gehen. Bei seiner Geburt fand sie nur einen Stall, sie musste mit ihm vor Herodes fliehen … Oft hat sie ihren Sohn nicht verstehen können. Jetzt ist alles finster, alles schwarz. Kann es jemals noch ein helles Morgen geben?

 

<h1 style="page-break-after:auto">Gebet</h1>

Maria, du trauerst,

wir trauern mit dir.

Maria, du weinst,

wir fühlen mit dir. Amen.

 

 

<h1 style="page-break-after:auto">4: Simon von Zyrene</h1>

 

<h1 style="page-break-after:auto">Symbol</h1>

Holzsplitter

 

<h1 style="page-break-after:auto">Bibeltext</h1>

Auf dem Weg trafen sie einen Mann aus Zyrene namens Simon; ihn zwangen sie, Jesus das Kreuz zu tragen.

Mt 27,32

 

<h1 style="page-break-after:auto">Meditation</h1>

Das Kreuz ist schwer. Jesus kann es nicht alleine tragen. Seine Bewacher greifen sich einen Mann mit Namen Simon. Ihn zwingen sie, Jesus tragen zu helfen. Der Fremde tut, was er tun muss. So verschafft er Jesus ein wenig Erleichterung. Ob er von Jesus ein Zeichen bekommt?

 

 

<h1 style="page-break-after:auto">Gebet</h1>

Simon muss dir helfen, ob er will oder nicht.

Er tut’s und ist nie mehr vergessen,

wo man hört den Leidensbericht.

Lass uns Not andrer sehen

und helfend mitgehen. Amen.

 

 

<h1 style="page-break-after:auto">5: Johannes, der Jünger</h1>

 

<h1 style="page-break-after:auto">Symbol</h1>

Sandalen

 

<h1 style="page-break-after:auto">Bibeltext</h1>

Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener

Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.

Joh 19,26-27

 

<h1 style="page-break-after:auto">Meditation</h1>

Johannes ist der einzige Jünger, der den Mut hat, Jesus bis nach Golgota zu folgen und beim Kreuz zu bleiben. Alle anderen haben Angst um ihr Leben. Jesus, der Sterbende, sieht seine Mutter. Er sieht Johannes. Und er

bindet die beiden aneinander, gibt sie einander als Trost, als Halt. Nicht jeder für sich, sondern miteinander können sie in Jesu Namen leben.

 

<h1 style="page-break-after:auto">Gebet</h1>

Jesus! Der Jünger, den du liebst,

ist dir in Liebe treu.

Deine menschenverbindende Liebe

mach’ uns gemeinsam neu. Amen.

 

 

<h1 style="page-break-after:auto">6: Der einsichtige Verbrecher</h1>

 

<h1 style="page-break-after:auto">Symbol</h1>

Nagel

 

<h1 style="page-break-after:auto">Bibeltext</h1>

Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns! Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen. Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst. Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.

Aus Lk 23,39-43

 

<h1 style="page-break-after:auto">Meditation</h1>

Neben Jesus hängen zwei Verbrecher am Kreuz. Der eine begreift, dass er Unrecht getan hat. Und er begreift, dass Jesus nichts Schlimmes getan hat. Er nimmt Jesus in Schutz, als er verhöhnt wird. Jesus nimmt das dankbar wahr. Die ehrliche Reue des Verbrechers überzeugt ihn. Darum verspricht er ihm: „Heute noch wirst du bei mir im Paradies sein.“

 

<h1 style="page-break-after:auto">Gebet</h1>

Jesus! Ob du lebst oder stirbst,

du verzeihst, du vergibst,

weil du grenzenlos liebst.

Wer sich nur das von dir merkt,

ist für immer gestärkt. Amen.

 

 

<h1 style="page-break-after:auto">7: Der römische Hauptmann</h1>

 

<h1 style="page-break-after:auto">Symbol</h1>

Helm

 

<h1 style="page-break-after:auto">Bibeltext</h1>

Die Erde bebte, und die Felsen spalteten sich. Als der Hauptmann und die Männer, die mit ihm zusammen Jesus bewachten, das Erdbeben bemerkten und sahen, was geschah, erschraken sie und sagten: „Wahrhaftig, das war Gottes Sohn!“

Aus Mt 27,51-54

 

<h1 style="page-break-after:auto">Meditation</h1>

Soldaten, schwer bewaffnet und gerüstet, tun, was man ihnen befohlen hat. Nun bewachen sie die Gekreuzigten. Es sind römische Legionäre. Ihr Vorgesetzter ist ein Hauptmann, ein harter Kerl, der schon viele sterben sah. Als Jesus stirbt, bebt die Erde, die sonst so furchtlosen Kämpfer erschrecken. Ihr Hauptmann sieht: Dieser Tote ist ein Besonderer. Er „sieht“ in seinem Herzen: Dieser Mann ist Gottes Sohn. So keimt die Pflanze, die „Glaube“ heißt.

 

<h1 style="page-break-after:auto">Gebet</h1>

Glaube und Gott, davon ist dieser Mann fern –

und erkennt doch in seinem Opfer dich, Christus, den Herrn.

Lehre uns, mit dem Herzen zu sehn

und zuletzt auf deiner Seite zu stehn. Amen.

 

<h1 style="page-break-after:auto">Abschluss</h1>

Den Kindern bewusst machen:

Wir gehen jetzt hinaus in die Stille des Karfreitags, in die Erwartung des Karsamstags. Erst dann können wir Ostern feiern.

 

<h1 style="page-break-after:auto">Schlusslied</h1>

GL 552: Alles Leben ist dunkel

oder

Liebe ist nicht nur ein Wort

T: Eckart Bücken, M: Gerd Geerken

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Hausandacht für Kinder

Machen wir jede Wohnung zu einer Kirche!“ Diesen Vorschlag machte heute angesichts der geschlossenen Kirchen der griechische Erzbischof von Athen.

 

Dabei möchten wir Ihnen mit diesem Sondernewsletter helfen. Er enthält eine Hausandacht „Jesus kommt zu uns nach Hause“ am Beispiel der biblischen Erzählung von Maria und Marta; Tipps und Ratschläge, in einer guten Gebetsatmosphäre mit Kindern zu beten und zu meditieren sowie Übungen zu Stille und zu Aufmerksamkeit wie auch eine Fantasiereise.

 

WICHTIGER HINWEIS! Bitte beachten Sie und informieren Sie auch die Familien und Gemeindemitglieder darüber, dass dieses Material nur intern in den Familien genutzt und darüber hinaus nicht weitergegeben werden darf.

 

Bastelaktion: Hausandacht vorbereiten

Unser Dorf/ unsere Stadt

Basteln Sie kleine Häuser und eine Kirche aus den Ausschneidebögen

unten und gestalten Sie damit ein Dorf.

 

Die Vorlagen werden auf der Linie ausgeschnitten. Jedes

anwesende Kind und auch die Eltern basteln ein Haus,

Sie zeichnet darauf die Fenster und Türen, ähnlich wie bei

ihrem Wohnhaus. Anschließend werden die Klebelaschen

an den gestrichelten Linien gefaltet und die Häuser mit

Klebstoff zusammengeklebt.

Ein Familienmitglied bereitet eine Kirche vor.

Bewegungslied

Dann singen Sie das Lied „Hier bin ich zu Haus“. siehe

rechte Seite.

Den Ort vorbereiten

Laden Sie ihre Familie in einen gemütlichen Sitzkreis ein,

entweder auf dem Wohnzimmerteppich oder am Eßtisch.

Legen Sie ein schönes Tuch auf den Tisch.

Gespräch

Ein Elternteil beginnt und stellt sein gebasteltesHaus in

die Kreismitte auf ein schönes Tuch.

M Das Haus, in dem ich wohne, hat eine blaue

Haustür.

Auch die Kinder stellen ihre Häuser auf den Tisch und

beschreiben ein Merkmal von ihrem Haus.

Im weiteren Gespräch wird mit den Kindern geklärt, was

an dem Haus wichtig ist: Wände, Türen, Fenster, Dach.

M Das Haus bietet Schutz und Geborgenheit,...

Ein Erwachsener fragt dann, welche Häuser es im Dorf

sonst noch gibt. Sprechen Sie mit den Kindern, was sich

zuhause alles geändert hat, seit das Corona-Virus in

Deutschland die Menschen krank macht.

Am Ende wird eine Kirche in das Dorf gestellt. Besprechen

Sie dann in der Familie, dass die Kirche zur Zeit geschlossen

ist und der Gottesdienst dort leider wegen dem Coronavirus

auch ausfallen muss.

Erzählen Sie ihren Kindern, dass Gott und Jesus aber

nicht nur in der Kirche wohnen. Überlegen Sie dann

gemeinsam, wo Gott überall unsichtbar zwischen den

Menschen wohnt und sie zur Liebe anstiftet:

- Gott wohnt in der Natur draußen

- Gott wohnt in unseren Herzen und

- Gott wohnt unsichtbar bei uns in unserem Haus

Bewegungslied

Hier bin ich zu Haus

1. Hier bin ich zu Haus

mit den Händen ein Dach über dem Kopf halten.

Hier geht ich ein und aus

jeweils einen Schritt nach vorne und nach hinten

gehen.

Ich öffne die Türen

mit den Händen eine „Türe“öffnen

und kann die Wärme spüren

sich wohlig über die Arme streichen.

Hier bin ich zu Haus

mit den Händen ein Dach über dem Kopf halten.

2. Hier bin ich zu Haus

mit den Händen ein Dach über dem Kopf halten.

Hier geh ich ein und aus

jeweils einen Schritt nach vorne und nach hinten

gehen

ich öffne die Türen

mit den Händen eine „Türe“ öffnen

und kann die Liebe spüren

Hände auf das Herz halten.

Hier bin ich zu Haus

mit den Händen ein Dach über dem Kopf halten

T./M.: Christine Willers-Vellguth

 

Beginn der Hausandacht

Laden Sie ihre Kinder ein, eine Kerze für Jesus in einem

hohen Glas zu dekorieren. Diese Kerze soll Jesus in der

Familie sichtbar machen. Die Kerze wird neben den gebastelten

Häusern hingestellt. Eines der Kinder darf die Jesuskerze

mit ihrer Hilfe anzünden.

Sagen Sie:

M Kommt alle hier im Kreis zusammen. Wenn wir

jetzt die Jesuskerze anmachen, dann denken

wir an Jesus, der auch hier bei uns ist, in unserem

Haus. Darum fangen wir unseren kleinen

Familiengottesdienst jetzt an, wie wir das auch

in der Kirche immer machen.

 

Im Namen des Vaters, der uns alle hier im

Haus in seinen guten Händen hält,

im Namen von Jesus, der unser Bruder und

Freund ist, und im Namen des Heiligen Geistes,

der zwischen uns die Liebe wachsen lässt

wollen wir diese Hausandacht feiern.

A Amen.

Lied

 

 

 

Einführung ins Thema

P Ich freue mich auch, dass wir hier zusammen

sind und Gottesdienst feiern. Es ist so schön,

dass wir jetzt auch tagsüber viel mehr zusammen

sind. Wir können jetzt auch viel mehr Zeit

mit Gott und mit Jesus. verbringen, auch wenn

die Kirche geschlossen hat. Jesus gehört mit

zu unserer Familie, wie du und du und ich.

 

M Sicher gibt es auch Sachen, über die wir uns in

der Familie manchmal ärgern. Streiten gehört

dazu. Wichtig ist nur, dass wir uns auch wieder

vertragen. Das wollen wir uns fest vornehmen.

Seien wir kurz still und denken daran, worüber

wir uns zuletzt gezankt haben – und wie wir

uns wieder versöhnt haben. Dabei wollen wir

ganz still sein und nachdenken.

 

Stille halten

 

Dank an Gott

M Fassen wir uns bei den Händen und sagen wir

uns gegenseitig einmal DANKE dafür, dass wir

uns auch dann aushalten, wenn wir gerade

nicht so nett sind. Sagen wir den Dank alle

gleichzeitig und richten ihn an Gott.

DANKE.

Gebet

P Lieber Gott, hier sind wir zuhause.

Hier verbringen wir unsere Zeit.

Schlafen und Wachsein hat seine Zeit.

Essen und Trinken hat seine Zeit.

Spielen und Helfen hat seine Zeit.

Auch das Beten hat seine Zeit.

Darum sind wir jetzt hier.

Alles hat seine Zeit und alles braucht seine

Zeit.

Hilf uns, mit unserer Zeit richtig umzugehen.

A Amen.

 

Biblische Geschichte – Vorlesen aus der Bibel, Kinderbibel, oder frei nacherzählen

 

Stilleübung

M Wir wollen uns jetzt etwas Zeit nehmen, auf

Gott zu horchen, der in der Stille unseres Herzens

mit uns sprechen will. Hören wir still in

uns hinein und schließen wir dabei die Augen.

Wir legen uns ganz gemütlich und ruhig hin.

Alle suchen sich eine gute Position.

Zu Beginn der Stille schlage ich den Gong, und

zum Ende der stillen Zeit schlage ich den

Gong ein zweites Mal.

Gongschlag. Stille für ca. 2 Minuten. Gongschlag

Fürbitten

M Gott, du hast immer Zeit für uns. Tag und

Nacht bist du für uns da. Du möchtest alles mit

uns teilen: Unsere Freude, unsere Traurigkeit

und unseren Schmerz, aber auch gute Zeiten

voller Liebe und Freundschaft. Sagen wir Gott

jetzt, was wir auf dem Herzen haben.

Die Familie hält sich bei den Händen. Jeder äußert

reihum seine Bitte an Gott. Die übrigen Mitglieder der

Familie antworten:

A Wir bitten dich, erhöre uns.

M Hilf uns, dass wir diese schwere Zeit, in der wir

nur ganz wenig das Haus verlassen dürfen, gut

bestehen. Darum bitten wir durch Christus,

unseren Herrn. Amen.

Vaterunser

 

Segensaktion

Die Eltern segnen ihr Kind zu Abschluss und geben ihnen

einen Gute-Nacht-Kuss. Und die Kinder segnen ihre

Eltern.

 

 

Verfasserinnen : Annegret Kopkow, Braunschweig

und Jutta Bergmoser, Havixbeck, aus dem Bergmoser und Höller Verlag

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