Empfehlenswerte Veranstaltungen

In der Folge machen wir auf Veranstaltungen aufmerksam, die Sie vielleicht interessieren könnten. Sofern wir nicht direkt als Veranstalter auftreten, handelt es sich ausschließlich um solche, die uns bereits bekannt sind oder als vertrauenswürdig empfohlen wurden.
 
Der Kirchenbezirk Biberach
 
Evangelische Christen gibt es seit den Tagen der Reformation in Oberschwaben. Sie waren und sind konfessionell meist in der Minderheit. Bedingt durch die politischen Machtverhältnisse blieb die Mehrheit katholisch. Die evangelischen Christen lebten ihren Glauben in der Diaspora, sie nahmen lange Wege auf sich, um ihren Gottesdienst zu feiern oder die Kinder in eine evangelische Schule zu schicken. Diese Wurzeln prägen das Selbstverständnis vieler Kirchengemeinden bis heute.  Einige Orte allerdings sind seit Jahrhunderten evangelisch: Balzheim, Wain, Oberholzheim, Ersingen, Pflummern und Attenweiler. Die Stadt Biberach selbst ist in besonderer Weise von der Bikonfessionalität geprägt, die sich über die Jahrhunderte meist als Miteinander, gelegentlich auch als Gegeneinander ausdrückte.  Besonderheit: Die Stadtpfarrkirche St. Martin, einst von der Biberacher Bürgerschaft als ihre Kirche errichtet, wird ab 1529 zur evangelischen Stadtpfarrkirche. Durch einen kaiserlichen Erlass wurde 1548 der katholischen Kirche das Recht eingeräumt, hier auch die Messe zu feiern, bis eine zweite angemessene Kirche errichtet sei. Das geschah bis heute nicht. So wird seit 13. August 1548 die Stadtpfarrkirche St. Martin ununterbrochen von der evangelischen wie der katholischen Gemeinde genutzt, sie ist eine der wenigen Simultankirchen in Deutschland.  Mit der Säkularisation und der Mediatisierung (also der Aufhebung der Reichsstädte) ab 1803 wurde Oberschwaben württembergisch. Königliche Beamte und Eisenbahner kamen als Evangelische in den Landstrich zwischen Ulm und Bodensee. Entlang der „Schwäbischen Eisenbahn“ entstanden evangelische Gemeinden – etwa in Aulendorf.  Durch Flüchtlinge und Vertriebene nach 1945, durch Arbeitsmigration und zuletzt durch die Zuwanderung russlanddeutscher Evangelischer wuchsen die Gemeindegliederzahlen bis 2006 kontinuierlich an. Erst in jüngster Zeit ist wie in anderen Teilen der Landeskirche ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Heute sind rund 40 Pfarrerinnen und Pfarrer in 25 Gemeinden Ansprechpartner für Seelsorge und Gottesdienst. Sie unterrichten in Schulen und begleiten die Aktivitäten der Gemeinden.  Gemeinsam mit der katholischen Schwesterkirche und anderen christlichen Kirchen stellen sich der Kirchenbezirk und die Gemeinden der Aufgabe, das Evangelium von Jesus Christus in Wort und Tat zu verkündigen. Damit wollen wir das Leben der Menschen in der Region sowie die politischen und gesellschaftlichen Bedingungen im Geist Jesu Christi mitgestalten. In diesem Sinne sind wir auch als Minderheit Volkskirche.  Das soziale Engagement hat dabei großen Stellenwert. Die Diakonie des Kirchenbezirks arbeitet eng mit der Caritas zusammen.
 
Das Jubiläumsjahr 2010
 
Im Jahr 2010 wird der Evangelische Kirchenbezirk Biberach 200 Jahre alt. Das Jahr über wird in verschiedenen Gemeinden immer wieder auf diesen Anlass eingegangen, z.B. im Rahmen der „Frauenkanzel“, einer Predigtreihe der Theologinnen unseres Kirchenbezirks.
 
Im Herbst gibt es dann am Sonntag, 17. Oktober, um 16 Uhr ein Konzert für Soli, Chor und Orchester in der Stadtpfarrkirche Biberach. Zur Aufführung kommen mit Unterstützung durch „pro musica sacra“ von Johann Sebastian Bach das Magnificat D-Dur und die Kantate „Ein feste Burg ist unser Gott“ sowie von Justin Heinrich Knecht die Kantate „Wie lieblich ist doch, Herr, die Stätte“. Die Ausführenden sind: Evangelische Kantorei Biberach, Capella Novanta (KM Günther Luderer) und verschiedene Solisten. Die Leitung hat Kantor Ralf Klotz.
 
Am Jubiläumswochenende findet am Samstag, 30. Oktober, um 19 Uhr ein Offenes Singen mit Chören des Kirchenbezirks und der Band von Michael Schütz statt. Die Leitung dieses Abends in der Biberacher Stadtpfarrkirche liegt in den Händen von Bezirkskantor Jürgen Berron.
 
Am Reformationstag predigt Landesbischof Frank Otfried July im Festgottesdienst um 16 Uhr in der Stadtpfarrkirche. Dabei wirken die Posaunenchöre unseres Kirchenbezirks mit. Anschließend wird ins Martin-Luther-Gemeindehaus eingeladen -  zunächst zu einem Stehempfang und daran anschließend zu einem Reformationsabend.


Konzert mit dem russischen Akkordeon - Virtuosen Viktor Romanko

<h2 style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0cm 0cm 0pt" align="center">Konzert mit Prof. Viktor Romanko / Russland 

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Dienstag, den 19.10.2010 – 19:30 Uhr
 
Ev. Gemeindezentrum Ochsenhausen
 
 
 
<h2 style="TEXT-ALIGN: center; TEXT-INDENT: -14.15pt; MARGIN: 0cm 0cm 0pt; tab-stops: 0cm" align="center">Konzert mit Prof. Viktor Romanko / Preisträger internationaler Wettbewerbe

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<h2 style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0cm 0cm 0pt" align="center">Internationaler Star konzertiert

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Dienstag, den 19.10.2010 – 19:30 Uhr
 
Ev. Gemeindezentrum Ochsenhausen
 
 
Russischer Akkordeon-Virtuose Prof. <personname w:st="on">Viktor Romanko</personname> - Preisträger  Internationaler Wettbewerbe
 ...Die regionalen Tageszeitungen titelten nach seinen Konzerten mit "Funkenflug durch die Folklore, "Bajan ersetzte die Orgel", "Absolute Ausnahmeerscheinung",  "Sein professioneller Vortrag durch alle musikalischen Stilrichtungen verschlug dem Publikum die Sprache. Mit Genialität, Inbrunst und Improvisationstalent führt Romanko das Bajan bzw. das Akkordeon aus dem vielfach in weiten Kreisen noch bestehenden Stiefkinddasein innerhalb der etablierten und künstlerisch anspruchsvollen Musikinstrumente heraus", so urteilten die Rezensenten über die großartige Kunst des Russen, der im Westen Europas - und besonders in Deutschland- schon längst eine feste Fangemeinde gefunden hat. Nichtsdestotrotz erschließt er für das Instrument Akkordeon/Bajan immer wieder neue Gemüter und dient damit letztlich der gesamten Musikbewegung. (Fachzeitung "Intermusik" /Kamen)
 
 
Der inzwischen aus Hunderten von Konzerten a<personname w:st="on">l</personname><personname w:st="on">l</personname>ein in Europa erfo<personname w:st="on">l</personname>greiche "Meister der Improvisationskunst", wie er oft beschrieben wird, ist wieder auf Tournee: Prof. Viktor Romanko aus dem sibirischen Jekaterinburg.
 
Ein Konzert der Spitzenk<personname w:st="on">l</personname>asse verspricht das diesjährige Programm, in dem Werke von Bach, Viva<personname w:st="on">l</personname>di, Gershwin, Piazzo<personname w:st="on">l</personname><personname w:st="on">l</personname>a u.a. vorgeste<personname w:st="on">l</personname><personname w:st="on">l</personname>t werden.
 
 
 
 
Info: 07352/2455 oder 07352/8803
 
Homepage: www.viktor-romanko.com
 
 


Church Night

In Abgrenzung zu vielfältigen "Halloween" Aktivitäten


bieten wir in Ochsenhausen


 


nach unserem ersten ökumenischen Festgottesdienst


am Reformationstag, 31.10.2009
 
dieses Jahr ein Konzertangebot mit geistlichen Lesungen
am
7.11. 2010

um 19 Uhr

mit der bekannten Gruppe " all about davenport" - finest unplugged & lounge music

 


im evangelischen Gemeindezentrum, Poststr. 48 an.
 

 


 



Diasporatag in Aulendorf

 
<h3>Evangelischer Oberschwabentag am 13.05.2010</h3>
Wie jedes Jahr am Himmelfahrtstag findet auch diesmal am 13. Mai 2010 der Evangelische Oberschwabentag in der Dobelmühle bei Aulendorf statt.

Eingeladen dazu sind alle Kirchengemeinden der Kirchenbezirke Biberach und Ravensburg. Gäste von außerhalb sind herzlich willkommen.

Wie seit einigen Jahren steht die Jahreslosung über dem Tag. Im Jahr 2010 also: "Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!"

Daraus ergab sich für den EOT 2010 das Tagesmotto "mutig glauben".

Das Vorbereitungsteam unter Leitung von Pfarrerin Katharina Rilling hat ein umfangreiches und ansprechendes Programm vorbereitet.

Neben Gesprächskreisen, Workshops und dem Kinder-und Jugendprogramm wird auch von einem engagierten MitarbeiterInnenteam für das leibliche Wohl gesorgt.

Den Auftakt bildet der Gottesdienst um 10.00 Uhr im Zirkuszelt.

Dekan Dr. Friedrich Langsam hält die Predigt. Die Liturgie liegt in den Händen von Pfarrerin Katharina Rilling. Posaunenbläser des Kirchenbezirkes Binerach werden die kirchenmusikalische Verkündigung übernehmen. Ein Kinderkirchteam mit Pfarrer Markus Lutz bereitet einen kreativen Kindergottesdienst vor.

Aus besonderem Anlass findet nach dem Gottesdienst die Übergabe der Solaranlage an die Dobelmühle statt.
Nach dem Mittagessen gibt es zwei Angebotszeiten: um 12.45 Uhr und um 14.00 Uhr. Beide Zeitabschnitte können gewählt werden. Alle Gesprächskreise und Workshops beziehen sich auf die Jahreslosung 2010. So zum Beispiel das Bibelgespräch mit Landesbischof i.R. Dr. Gerhard Maier, der Workshop "Offenes Singen" mit Sabine und Dierk Jacob, das Männerthema mit Pfarrer Jacob Betz, das freie Musizieren auf verschiedenen Instrumenten mit Marianne Huber, der Bericht aus drei Kontinenten des Gustav-Adolf-Werkes, das Bibliodrama mit Gerhard Blessing, das Erziehungsthema mit Elke Ristow und dem Bericht aus Palästina mit Emile Dreher aus Haifa.

Parallel zu allen Veranstaltungen werden Kindern und Jugendlichen Betreuung und Aktivitäten wie Hochseilgarten, Fußball und Volleyball angeboten.

Verschiedene Info-Stände bieten Anschauungsmaterial zum kirchlichen Engagement in diakonischen, sozialen und gesellschaftlichen Bereichen.

Der Tagesabschluss im Zirkuszelt mit der Beteiligung der Workshopteilnehmer und der Besucher ist um 15.30 Uhr.

Das Opfer geht an das Gustav-Adolf-Werk zur Förderung junger Menschen in der Friedens-und Versöhnungsarbeit.

Im Rahmen unserer Nachforschungen, die wir zur Zeit für die Schaffung unserer Chronik anstellen, sind wir auf einen älteren Artikel aus dem Evangelischen Pressedienst gestossen. Dort finden wir den Ursprung für das Diasporatreffen in Aulendorf:

 

In einer krassen Minderheitensituation befand sich um 1890 die winzige Schar der isoliert lebenden Protestanten im katholischen Oberland. Ihr Überlebenskampf wurde in dem einst österreichischen Landstrich durch Boykottmaßnahmen gelegentlich verschärft. So rief in einer Frühmesse der Priester von Mochenwangen hin und wieder dazu auf, heute nichts „beim Ketzer“ zu kaufen. Gemeint war der evangelische Bäcker Strobel, der dann prompt auf seinen Brötchen sitzenblieb.

 

Die wenigen evangelischen Pfarrer sahen ihre Felle davon schwimmen. „Unter mannigfachem Druck schämen sich manche ihres evangelischen Namens“, hieß es im Diaspora - Boten, der 1892 erstmals erschien. „So darf es nicht weiter gehen, wir müssen uns zusammen schließen“, lautete die protestantische Kampfansage. Zu einer ersten überregionalen Männerversammlung trafen sich 1891 „Geistliche und Nicht - Geistliche“ am Fasnets - Dienstag in dem Eisenbahnknotenpunkt Aulendorf: Der Aulendorfer Diasporatag war geboren!  Er fand lange am 8. Dezember, dem katholischen Fest Mariä Empfängnis statt, seit 1947 wird immer am Himmelfahrtsfest eingeladen.

 

Vier Jahre nach dem ersten Treffen, als bereits 146 Männer in Aulendorf an der Versammlung teilnahmen, hatte der Ulmer Prälat Lechler zu Papier gebracht, was ihn und die Stuttgarter Kirchenoberen umtrieb: „Die während der letzten zehn Jahre sichtbare Boykottierung Evangelischer seitens ultramontaner Parteien fordert einen Zusammenschluss, um die vom Boykott geschädigten Glaubensgenossen vor weiterer Vergewaltigung zu bewahren.“

 

Bis in die sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts hinein blieb der Diasporatag ein Kampftreffen trutziger evangelischer Oberländer, die immer am Himmelfahrtstag, einen Tag vor dem öffentlichkeitswirksamen Weingartener Blutritt ihre protestantische Flagge zu zeigen. Noch 1966 gab es im Oberland heftige konfessionelle Auseinandersetzungen bei der Gründung christlicher Gemeinschaftsschulen in Südwürttemberg.

 

Beamte und Bauern, Gewerbetreibende und Handwerker, Pfarrer und Lehrer stellten das Hauptkontingent des bis vor 90 Jahren ausschließlich Männern vorbehaltenen Diasporatreffens, bei dem ein Huldigungstelegramm an Seine Königliche Majestät in Stuttgart (bis 1918 Oberhaupt der evangelischen Landeskirche) zum festen Programm gehörte.

 

Auch als Heiratsmarkt spielte der Diasporatag eine wichtige Rolle, da ja viele evangelische  Bürger und Bauern ohne einen einzigen evangelischen Nachbarn leben mussten.



Freitagsseminar in Biberach

<h3>freitagsSEMINAR am 12.03.2010</h3>
Ein kostenfreies (Fort-)Bildungsangebot der Diakonie Biberach für ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kirche und Diakonie sowie alle am Thema Interessierten.


Die Diakonische Bezirksstelle bietet das freitagsSEMINAR mit diversen Themen an wie z. B. Personalbeurteilungen, Auffrischkurs Rechtschreibung, Suchterkrankungen, Grundlagen des Grafikdesigns u. a.

Jede Veranstaltung ist in sich abgeschlossen. Der Besuch vorangehender oder darauffolgender Veranstaltungen ist nicht obligatorisch.

Weitere Termine finden Sie unter www.evkirche-bc.de



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